FEUERWEHRHAUS
Das FF-Gemeinschaftshaus der Generationen in Kleinhain.
Unser Haus der Gemeinschaft heute
Seit Oktober 2017 ist das Gemeinschaftshaus an der L100 zwischen Kleinhain und Zagging unser Zuhause – Feuerwehrhaus, Veranstaltungsort und Treffpunkt für die Vereine der Gemeinde. Ein Klick auf ein Foto öffnet es groß.






Projektbeschreibung
Christoph Gaupmann stellte das Projekt vor:
(Stand 23. Juni 2015)
Von Osten beginnend sieht es neben der L100 einen Grünstreifen als Begrenzung und Böschung vor, daran folgt ein 2-reihiger Parkplatz mit 2 Behindertenparkplätzen. Das Verwaltungsgebäude beginnt mit einem ca. 11 m breiten eingeschossigen Mehrzweckbereich mit Paneleindeckung.
An dieses schließt ein 2-geschossiger Trakt an, der durch 2 Eingänge erschlossen wird:
- Von Norden der FF-Einsatzeingang, der über eine Vorgarderobe in die Garderobe und von da direkt über die Schmutzschleuse in die Fahrzeughalle führt – dieser Teil des EG ist ausschließlich der FF vorbehalten
- Von Süden der „Haupteingang“ = „Öffentlicher Teil“ (mit Windfang), der in eine Aula führt und in einen offenen Gang mündet, der zu den einzeln nutzbaren 3-teiligen Mehrzweckraum führt. Linkerhand der Aula befindet sich ein Kommandoraum, ein Durchgang zur Fahrzeughalle und die Sanitärräume sowie ein Duschraum.
Der Mehrzweckraum lässt sich durch mobile Trennwände in 3 Teile teilen und erlaubt so eine gleichzeitige Mehrfachnutzung, im westlichen Teil wird eine Teeküche eingerichtet, im östlichen Teil werden Lagermöglichkeiten eingerichtet (Landjugend, Musikverein, ÖKB, sowie die Saalmöblierung). Er soll durch eine abgehängte Decke (Schall)-Isoliert werden.
Alle erdgeschossigen Räume sind Barrierefrei, einschl. Behinderten-WC und Behinderten-Parkplätze, zusätzlich gibt es Duschmöglichkeit, Toiletten (w/m) und einen Einsatzleitraum.
Im Obergeschoss, das durch eine Treppe von der Aula weg erschlossen wird, befinden sich ausschließlich Feuerwehrräumlichkeiten, die Treppe wird im oberen Bereich durch eine sperrbare Gittertür vom „öffentlichen Teil“ getrennt.
Die Räumlichkeiten im OG: Kleiderkammer, FF-Jugendraum, Funk- und Atemschutzwerkstatt, Archiv sowie ein offener Lagerraum zur Fahrzeughalle hin, der auch über diese durch eine weitere Treppe zusätzlich erschlossen ist.
Der gesamte Verwaltungstrakt hat ein Ausmaß von 21×21 m.
Dachgestaltung:
Mehrzweckbereich: einflächiges Paneldach (Gefälle nach Osten) mit eingehängter Unterdecke mit Isolierung und Schallschutz
2-geschossiger Teil: einflächiges Paneldach (Gefälle nach Westen), das mit dem Satteldach der Fahrzeughalle verschnitten wird, dadurch eine Fensterreihe auf der östlichen Seite für die Belichtung des OG möglich
Fahrzeughalle
Die Fahrzeughalle hat bei einer Bautiefe von 15 m ein optisches Ausmaß von 31 m und ein tatsächliches Ausmaß von 21 m: dies wird durch die Platzierung des Haustechnikraumes und der Schmutzschleuse, sowie des Treppenaufganges zur offenen Lagerfläche im OG des Verwaltungstraktes begründet – sowie einem westlich gelegenen 6m breiten „Kellerersatzes“ – der als Lager- bzw. Abstellraum genutzt werden soll
Der Fahrzeugbereich wird durch 3 Tore (ca. 4x4m – teilw. lichtdurchlässig) von der Südseite erschlossen. Im Westteil der Halle wird durch ein weiteres Tor der „Kellerersatz“ – ein Lager- und Abstellbereich angeschlossen, der nur optisch von Fahrzeugbereich getrennt ist und somit für vorgesehene Festveranstaltungen nutzbar ist. Die Freifläche vor den Ausfahrtstoren ist ca. 12 m lang.
In der westlichen Hälfte der Fahrzeughalle ist im hinteren Teil eine Geschoßbildung mit eine Tiefe von 3-4 m (Höhe ca. 3 m) vorgesehen, dadurch kann in diesem Teil auf 2 Ebenen FF-Gerätschaft gelagert werden.
Festinventar-Lagerschuppen
An eine daran westlich an die Fahrzeughalle anschließende Rangier- und Abstellfläche (10m) folgt ein eingeschossiges Lagergebäude (15x8m), das als Katastrophenlager bzw. als Lager für Feuerwehr- und Vereins-Veranstaltungsinventar vorgesehen ist. Während der Bauzeit kann es als „Bauhütte“ dienen.
Spiel & Trainingsfläche
An dieses Lager grenzt unmittelbar ein schön gestalteter Spielplatz an, und an diesen wiederum ein Sport-, Freizeit- und Trainingsgelände mit einem Ausmaß von ca. 28×75 m
Verkehrserschließung:
Die Haupterschließung erfolgt über den Fladnitzweg und eine neu zu errichtende – auf einer Breite von 3 m asphaltierte – sonst schotterbefestigte Zufahrt mit einer Gesamtbreite von 6 m. Ab (von Westen kommend) dem Beginn der Sportfläche wird die Befestigung auf 9 m verbreitert (Asphalt 3m), ab dem Spielplatz wird die gesamte Verkehrs- und Abstellfläche asphaltbeschichtet ausgeführt.
Durch die Zuwegung abseits hochfrequenter Straßen kann eine sichere Zufahrt und Zugang für Kinder zu den Spiel- und Sportflächen gewährleistet werden.
Die Ausfahrt auf die L100 – die hier eine Tempo-70-Zone ist – wird 2-spurig ausgeführt, die Einfahrt mit einem Schranken, der 12m von der L100 entfernt ist, versperrbar gemacht.
Unsere früheren Feuerwehrhäuser
Vor dem gemeinsamen Haus in Kleinhain hatte jede der beiden Wehren ihr eigenes Feuerwehrhaus. Beide wurden im Oktober 2017 geräumt und an neue Besitzer übergeben.
Das Feuerwehrhaus der FF Hain
Die 1881 gegründete FF Hain stellte ihre erste Feuerspritze zunächst im Keller des Hauses Großhain 1 unter. Erst 1895 bekam die Wehr mit dem Löschrequisitendepot ein eigenes Gerätehaus.

- 1895 Bau des ersten Gerätehauses – davor stand die Spritze in einem Privatkeller in Großhain
- 1981 Einweihung eines neuen Gerätehauses, gemeinsam mit der 100-Jahr-Feier
- 2007 Eröffnung des Zubaus zum Feuerwehrhaus
- 2017 Räumung und Übergabe an den neuen Besitzer nach der Übersiedlung
Das Feuerwehrhaus der FF Zagging
Die FF Zagging war als Filiale der FF Hain zunächst nur in einem Abstellraum im sogenannten „Halterhaus“ untergebracht, Zagging 30, heute Hofstraße 49. Das eigene Haus errichtete die Wehr 1951 ausschließlich aus Eigenmitteln – zwei Jahre vor ihrer Selbstständigkeit.

- 1912 Erste Unterkunft in einem Abstellraum im „Halterhaus“
- 1951 Bau des eigenen Feuerwehrhauses aus Eigenmitteln
- 1983 Sanierung des Hauses
- 2001 Neuerliche Sanierung
- 2010 Beginn der Planung für einen Neubau – daraus entstand der Vorschlag zur Fusion
- 2017 Räumung und Übergabe an den neuen Besitzer nach der Übersiedlung
Mehr zur Geschichte der beiden Wehren steht auf der Seite Geschichte.
Vom ersten Gespräch zum Projekt
Vom 1. Gespräch zum Einreichprojekt
Standortsuche
Nach dem Beschluss, die Fusion der Feuerwehren Hain & Zagging auf Basis eines neu zu errichtenden Feuerwehrhauses durchzuführen, wurde zuerst ein geeigneter – und vor allem verfügbarer – Standort gesucht. Ein Unterfangen, das sich als äußerst schwierig herausstellte:
Grundsätzlich wurde ein Grundstück zwischen Hain & Zagging angestrebt, das gut zu erreichen ist und das gute Erweiterungsmöglichkeiten, bzw. Möglichkeiten zur Abhaltung eines FF-Festes haben sollte.
Unter anderem wurden folgende Stellen in Erwägung gezogen
- Nördlich angrenzend an Großhain
- Südlich angrenzend an Diendorf
- Östlich der Kläranlage Diendorf
- Betriebsgrundstück im Betriebsgebiet Greiling
- Kleinhain unter der 380 KV-Leitung
- Westlich der L100 nördlich angrenzend die Häuser in Kleinhain
Keiner dieser möglichen Standortvorschlägen war realisierbar, sei es wegen Lage, Hochwassergefahr, Kosten oder Verfügbarkeit.
Im Winter 2013/14 wurde ein neuer – und verfügbarer – Standort in die Diskussion eingebracht: westlich der L100, nördlich der 380 KV-Leitung, an der KG Grenze Kleinhain/Zagging.
Auch durch den Wechsel in der Gemeindeführung wurde dieser Standort letztendlich rasch als einzig möglicher angesehen und für die Umsetzung als geeignet gesehen und zur Abstimmung gebracht:
Am 11. Februar 2014 wurde in geheimer Wahl mit großer Mehrheit (55 ja zu 25 nein bei einer ungültigen Stimme) die weitere Umsetzung des Neubauprojektes auf dem vorgeschlagenen Standort an der L100 zwischen Kleinhain und Zagging beschlossen.
Beginn der Planung
Am 10. April 2014 fand sich zum ersten Mal eine lose Gruppe zu einer ersten Sitzung zusammen, eine Gruppe, die sich selbst als „gemeinsame Planungsgruppe“ bezeichnet. Die Arbeit dieser Gruppe war von Beginn an äußerst kameradschaftlich, freundschaftlich und konstruktiv.
Zu Beginn wurde der Flächenbedarf der einzelnen Räume geschätzt und so auf eine Gesamtbaufläche geschlossen und ein erstes Raumkonzept niedergeschrieben.
Infolge wurden 3 neu errichtete FF-Häuser besichtigt: am 19. April Ratzersdorf und Gerersdorf, am 29. April Hafnerbach und am 20. Mai Ollern
Am 23. April wurde mit der Konzeptplanung in 3 Arbeitsgruppen begonnen, wobei die Gruppengröße stark variierte, ebenso die verwendete Technik: von PC mit Grafikprogramm bis zu Lego-Bausteinen.
Bereits am 7. Mai konnten die verschiedenen Konzepte beraten und diskutiert, die Vor- und Nachteile abgewogen werden. Letztendlich wurde beschlossen, 2 Varianten als geeignet weiter zu entwickelt
Die direkte Einbindung der anderen interessierten Vereine in die Konzeptplanung fand am 22. Mai statt. Inzwischen sind auch die Höhenpunkte relativ zur L100 verfügbar, so kann das Niveau besser eingeschätzt werden
Am 22. Mai wurden die beiden weiter entwickelten Varianten beraten, dabei waren auch Musikverein und Bürgermeister anwesend. Die FF´s ersuchen um einen Grundstücks-Optionsvertrag.
Um die beiden Varianten zusammenzuführen, wird ein Planer gesucht und im ehemaligen Kameraden Christoph Gaupmann gefunden. Dieser bringt das zusammengeführte Projekt von Kamerad Franz Higer entsprechend zu Papier, nachdem bei einer gemeinsamen Feuerwehrversammlung beide Konzepte als gut befunden wurden.
Endphase der Planung
Im Frühjahr 2015 wird die Planung wieder intensiviert, Kostenschätzungen eingeholt: am 27. Mai wird Dank der Beratung durch Zimmerer Karl Speiser jun. die Form des Dachstuhles festgelegt, sodass der Entwurf am 10. Juni bei einer weiteren gemeinsamer FF-Versammlung präsentiert werden kann – es findet allgemeine Zustimmung.
Bereits am 23. Juni findet die Präsentation vor dem in öffentlicher Sitzung tagenden Gemeinderat statt, dabei wird auch der Optionsvertrag für den Grundstückskauf vom GR beschlossen – es folgt die öffentliche Präsentation des Projektes mit Grund- und Aufriss-Skizzen und Schnittzeichnungen.
Mit 26. Juli beginnt offiziell die Einreichplanung, gleichzeitig beginnen auch die schwierigen Finanzierungsverhandlungen – diese ziehen sich über den ganzen Herbst ohne konkretes Ergebnis hin und werden erst Anfang Dezember – als alles auf des Messers Schneide steht – erfolgreich abgeschlossen.
Bei der Sitzung des Gemeinderates am 15. Dezember wird der Grundstückskauf fixiert, die Finanzierungszusage durch die Gemeinde – erst durch großzügige Unterstützung durch das Land NÖ – ist möglich, dadurch wird auch die Fusion wie geplant umgesetzt.
Im Jänner 2016 wird der Einreichplan ein letztes Mal den Erfordernissen angepasst, das endgültige Höhenniveau festgelegt, und abschließende Arbeiten für die Einreichung besprochen: die Baumeister- sowie Erdbauarbeiten sind zur Ausschreibung fertig, der Bau kann nach Gewerken geteilt ausgeschrieben werden.
Überraschend wird noch ein eigenes „Geländeanpassungsprojekt“ notwendig, dieses soll am 3. März eingereicht werden. Parallel dazu wird das Gesamtprojekt (am 23. Februar vom GR beschlossen) eingereicht.
Die Spatenstichfeier wird am 1. April stattfinden, Ehrengast ist LR Dr. Stephan Pernkopf – Baubeginn noch im April wird angestrebt
Danksagung
Das Kommando der FF Hain-Zagging bedankt sich herzlich für die hervorragende Arbeit bei der gemeinsamen Feuerwehrplanungsgruppe, ohne deren großartigen Einsatz und bester Zusammenarbeit wäre dieses Projekt nicht in dieser Qualität soweit umsetzbar gewesen.
Dank gebührt natürlich auch der Gemeindeführung (Bgm. Gerhard Wendl, Vbgm. Daniela Engelhart) für die gute, zielorientierte und konstruktive Zusammenarbeit bei der Projektplanung.
Besonderer Dank gebührt unserem Kameraden Christoph Gaupmann für die hervorragende Planungsarbeit und seine Geduld, für die Beratungstätigkeiten durch Leopold Pasteiner (Fa. Jägerbau – als offizieller Planverfasser), Karl Speiser jun. und DI Ronald Kronawetter bzw. Mararete Fahrngruber-Biernbaum als Bau-Sachverständige.
Bilder vom Bau
















Pläne und Schnitte
Die Konzeptplanung für unser neues Haus erfolgte ausschließlich durch die FF-Kameraden selbst, die (folgenden) 3D-Modelle erstellte Kdt. Franz Holzmann, alle Einreich-, Ausführungs- und Abschlusspläne und Risse unser Planer, Kamerad Christoph Gaupmann:
Leimbinderkonstruktion (Stand 15. August 2016):
Grundriss Katastrophenschutzlager (Stand Sept. 2017):
Schnitt Katastrophenschutzlager (Stand Sept. 2017):









Ansichten und Entwürfe
Die 3D-Modelle von Kdt. Franz Holzmann sowie die Ansichten aus August und Oktober 2016, nach denen gebaut wurde.

















Projektpartner
Für unser „FF-Gemeinschaftshaus der Generationen“ waren viele Partner und Unternehmen notwendig. Herzlichen Dank an:

Sepp Leitner Bau KG

Übellacker

Malermeister Parisot

Göhringer Beton-Boden-Bau

Steurer

Hausmann



















