Am Sonntag, 26. Juli, wurden wir um 15:31 Uhr mit der Alarmstufe B1 zu einem gemeldeten Heckenbrand in Flinsdorf alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine massive Rauchsäule zu sehen.
Bei der Erkundung zeigte sich rasch das tatsächliche Ausmaß: Die brennende Thujenhecke hatte bereits auf das Dach eines Wohnhauses übergegriffen. Durch die anhaltende Trockenheit und den starken Wind sprang das Feuer über die Straße auf eine Wiese und setzte rund 50 Meter entfernt eine Scheune sowie mehrere dort abgestellte Fahrzeuge in Brand. Wegen der rasanten Ausbreitung wurde die Alarmstufe rasch auf B3 erhöht und weitere Feuerwehren sowie ein zweites Hubrettungsfahrzeug nachalarmiert.
Gemeinsam mit den nachrückenden Kräften – und dank des beherzten Eingreifens des Hausbesitzers – konnte eine Ausbreitung am Dach des Wohnhauses verhindert werden. Unter schwerem Atemschutz (21 Atemschutzgeräte waren im Einsatz) gelang es außerdem, ein Übergreifen auf die angrenzenden Gebäude und die umliegende Vegetation zu verhindern. Die vollständig in Brand stehende Scheune war jedoch nicht mehr zu retten und stürzte während der Löscharbeiten größtenteils ein.
Weil das Löschwasser vor Ort knapp war, wurde die Wasserversorgung mit einem Großtanklöschfahrzeug der FF St. Pölten-Stadt und mehreren Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr sichergestellt. Nach dem Niederschlagen der Flammen folgten umfangreiche Nachlöscharbeiten, bei denen mit Bagger bzw. Teleskoplader und in Handarbeit glosendes Material entfernt wurde.
Wir selbst standen mit 24 Mitgliedern und allen vier Fahrzeugen im Einsatz. Insgesamt waren elf Feuerwehren mit rund 145 Einsatzkräften vor Ort: neben uns Großrust-Merking, Hausheim-Noppendorf, Herzogenburg-Stadt, Kleinrust-Fugging, Kuffern, Statzendorf, Karlstetten, Neidling, St. Pölten-Stadt und St. Pölten-Viehofen. Unterstützt wurden wir von Rettung, Polizei und EVN. Am frühen Abend konnte „Brand aus“ gegeben werden, eine Brandwache blieb über Nacht vor Ort.
Danke an alle Beteiligten für die gute Zusammenarbeit!
Nachlöscharbeiten
In der Nacht auf Montag (27. Juli) kontrollierten wir die Brandstelle zwischen 02:30 und 03:30 Uhr und führten Nachlöscharbeiten durch. Um 06:15 Uhr rückten wir erneut mit dem HLFA-3 zu Nachlöscharbeiten aus.
Am Dienstagabend (28. Juli) meldete eine Privatperson um 20:30 Uhr Rauch und Funkenflug: Beim Aufräumen waren Stroh und Schutt aufgewühlt worden, wodurch sich Glutnester neu entfachten. Mit HLFA-3 und MTF führten wir mit der Schnellangriffseinrichtung Nachlöscharbeiten durch – nach einer halben Stunde war auch dieser Einsatz beendet.
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